Über Mich – Patrick Riemer
Eine Freundin: „Mit Dir kann man alles machen und über alles reden.“
Ein Freund: „Du wertest und verurteilst nicht, steckst mich in keine Schublade.“
Ich bin Patrick und mag Menschen über alles – in ihrer Einzigartigkeit und Komplexität genauso wie in ihrer Ambivalenz.
Ich lebe im wunderschönen Leipzig, bin 50 Jahre alt, verheiratet und teile mir die Vaterschaft für unsere Tochter. Darüber hinaus pflege ich manche Beziehung, die weder in die Freundschafts- noch in die Partnerschaftsschublade passt.
Im Zuge meiner Begeisterung für und Erfahrungen mit Menschen sind zwischenmenschliche Beziehungen in allen Formen und Farben zu meinem Thema geworden. So ist in mir die Überzeugung gereift, jenseits von Normen und Labels eine Beziehung einzig nach den Bedürfnissen der Beteiligten zu schneidern.
Meine Lebensfreude und Zuversicht unterstützen mich dabei, gemeinsam mit meinen Klienten auch in schwierigen Situationen Klarheit und Lösungen zu finden. Mit innerer Ruhe, Gelassenheit und Zugewandtheit schaffe ich einen Raum, in dem Emotionen willkommen sind und zugleich konstruktiver Austausch möglich ist.
Professionen
Beruflich war ich lange als Unternehmer aktiv und habe als Vertriebsleiter in einem Konzern gearbeitet.
Dann wollte ich nicht nur mit Menschen, sondern für Menschen arbeiten. So habe ich zunächst eine Ausbildung zum Systemischen Coach und im Anschluss eine weitere zum psychotherapeutischen Heilpraktiker abgeschlossen. Zuletzt wurde ich zum Sexual– und Beziehungstherapeuten ausgebildet.
Erkenntnis und Haltung
Als Humanist betrachte ich jeden Menschen als wundervoll und einzigartig. Auch bin ich überzeugt, dass jeder tief in sich die beste Version seiner selbst ist. Eine Schlüsselerkenntnis war die wörtliche Bedeutung von „Persönlichkeitsentwicklung“: Alles ist schon da, es muss nur entwickelt werden.
Nach der Individuationstheorie von C.G. Jung, einem Schüler Siegmund Freuds, kommen Menschen als Individuen zur Welt und werden dann zu gesellschaftlicher Konformität erzogen. Dadurch entfernen sie sich von ihrer Persönlichkeit, von ihren Gefühlen und Bedürfnissen, prägen Ängste und Zwänge aus. Individuation bedeutet Selbstwerdung, also die Entfaltung der gesamten Persönlichkeit.
Mich erfüllt es, meine Klienten auf der Reise zu sich selbst zu begleiten.
Therapieverfahren
So hat frei nach C.G. Jung jeder Mensch seine eigene, auf ihn zugeschnittene Therapie verdient.
Das kann eine kognitive Verhaltenstherapie sein. Hier werden Verhalten, Gedanken und Gefühle reflektiert, auf Angemessenheit überprüft und Alternativen erarbeitet;
oder die Systemische Therapie, in der die Interaktion des Klienten mit seinen Mitmenschen im Vordergrund steht, weshalb ich Familie, Freunde und Kollegen meiner Klienten sowie Beziehungsdynamiken aller Art immer mitbetrachte.
Zudem hat mich in der Systemik der konstruktivistische Ansatz angesprochen: Gerade im zwischenmenschlichen Kontext ist die absolute Wahrheit meist eine Illusion. So sind Fragen nach Recht oder Schuld oft müßig.
Weiterhin hat die Systemik das der Aufklärung entstammende Prinzip der Eigenverantwortlichkeit weiterentwickelt: In der einen Richtung ist der Mensch als soziales Wesen von seinen Mitmenschen, seinem System beeinflusst. In der anderen Richtung aber beeinflusst er sein System: So setzt er mit der Veränderung seines Handelns in der Regel automatisch Veränderungen in seinem Umfeld in Gang.
Falls Sie noch auf der Suche nach der „Fernbedienung“ für Ihren Partner sind – in der Systemik liegt die Alternative. So ist die systemische Strategie eben nicht, unsere Mitmenschen zu ändern, sondern die eigenen Handlungsspielräume und Freiheitsgrade zu erweitern und damit Veränderungen anzuregen.
Die Tiefenpsychologisch fundierte Therapie geht davon aus, dass vieles von dem, was Menschen belastet oder einschränkt – zum Beispiel Ängste, Zwänge oder Verhaltensmuster – auf teils weit zurückliegende Erfahrungen zurückzuführen ist. Besonders deutlich wird dies in Situationen, in denen Menschen quasi automatisch handeln – zum Beispiel, wenn sie Kritik persönlich nehmen und mit Wut oder Rückzug reagieren.
Diese Prägungen lassen sich besonders durch ein Aufgreifen und Einordnen der auslösenden Erfahrungen samt der damit zusammenhängenden Gefühle lockern und im besten Falle lösen.
