Psychotherapie

„Die wahre Aufgabe des Menschen ist, zu leben, nicht zu existieren.“

Jack London

Für wen ist Psychotherapie geeignet?

Menschen erleben mehr oder weniger häufig und intensiv innere Spannungen und unangenehme Gefühle wie Angst, Wut oder Traurigkeit. In der Regel steckt eine Form der Unsicherheit dahinter, eine empfundene Bedrohung.

Meist werden diese Spannungen verdrängt – zum Beispiel durch Flucht in den Verstand, Ablenkung oder Suchtverhalten. Mancher prägt eine psychische Erkrankung aus, mancher richtet seine Wut auf „die da oben“ und projiziert seine innere Angst auf gesellschaftliche oder globale Entwicklungen.

Wenn auch Sie unter diesen Spannungen leiden, steckt in einer Psychotherapie viel Potential.

Meine Herangehensweise an Psychotherapie

Nun fragen Sie sich vermutlich, wo denn die Ursache für die oben erwähnten Spannungen liegen könnte. Die meisten Spannungen sind auf persönliche Erfahrungen zurückzuführen. Dabei schaue ich – Sie ahnen es – besonders auf Kindheit und Jugend. Denn zum einen sind junge Menschen im Umgang mit Herausforderungen deutlich verletzlicher und ausgelieferter als Erwachsene, zum anderen wird unser Selbst- und Weltbild wesentlich in Kindheit und Jugend geprägt. 

Entstehung von Verhaltensmustern

Auch werden Verhaltensmuster in der Regel in jungen Jahren ausgeprägt. Falls Sie zum Beispiel Kritik oft persönlich nehmen und dann mit beleidigtem Rückzug oder Wut reagieren, konnten Sie vermutlich in Ihrer Kindheit keinen hohen Selbstwert ausprägen. 

In diesem Fall holen wir Ihre prägenden, oft schmerzhaften Erfahrungen gemeinsam aus den Tiefen Ihres Unterbewusstseins, betrachten sie und ordnen sie ein. So lässt sich das Muster überwinden und Sie gewinnen die Entscheidungsfreiheit, auf Kritik so oder so zu reagieren.

Einordnung der Elternrolle

Falls Sie Eltern-Bashing bei der Betrachtung Ihrer Kindheit fürchten, seien Sie unbesorgt. Die allermeisten Eltern handeln in guter Absicht und so gut wie sie können. Deren Fehler lassen sich meist wiederum aus ihrer Biografie erklären. Dabei stelle ich zwei Wahrheiten gleichberechtigt nebeneinander: Ihre Eltern gaben ihr Bestes – und Sie haben zugleich unter deren Fehlern gelitten. So ist Verständnis für und Frieden mit den Eltern oft ein Nebeneffekt meiner Psychotherapie.

Haltung als Schlüssel zur Veränderung

Die Worte meines Lehrers Robert Coordes „Handlung kommt von Haltung“ haben mich tief beeindruckt. So sind Verhaltensänderungen ohne Betrachtung der Haltung oft nicht stabil. Besonders in Stresssituationen fallen Sie oft wieder in alte Muster zurück. Eine Wandlung der Haltung (zu Ihnen selbst und Ihren Mitmenschen) ermöglicht jedoch eine nachhaltige Änderung des Verhaltens. Daher arbeite ich mit Ihnen bevorzugt an der Haltung, aus der sich Handlungen dann meist wie von selbst ergeben.

Ablauf – vom Erstgespräch zur Therapie

Gern begleite ich Sie als Psychotherapeut in Leipzig ein paar Schritte in Richtung „Leben“.

Dabei schauen wir uns besonders Ihre Ängste, Ihre Wut und Ihre Traurigkeit an und entschlüsseln deren Botschaften. Meist weisen unangenehme Gefühle darauf hin, dass etwas gesehen und bearbeitet werden möchte.

In der Regel arbeiten wir biografisch:
Wir schauen uns zunächst Ihre Großeltern und Eltern an und blicken dann auf herausfordernde Ereignisse in Kindheit und Jugend. Dann blicken wir auf Ihre heutigen Spannungen und werden dabei viele Bezüge zu Ihrer Vergangenheit finden. 

Natürlich ist auch immer Platz für aktuelle Herausforderungen.

Idealerweise sehen wir uns 14-tägig – dann bleibt genug Raum zum Verarbeiten und zugleich bleiben wir im Thema.

Sobald es Ihnen deutlich besser geht, einigen wir uns auf das Ende der Therapie.

Leipzig psychotherapie psychotherapeut Patrick Riemer erstgespräch